Im Podcast „Mikro trifft Makro – Das Finanzmarktgespräch“ sprechen Deka-Chefvolkswirt Dr. Ulrich Kater und Moderator Dirk Huesmann über alles, was die Welt und die Börsen aktuell bewegt. Dabei gehen sie auf tagesaktuelle Ereignisse ein und beleuchten die Hintergründe des Marktgeschehens. Grundlegende Marktmechanismen und -zusammenhänge werden immer wieder ein Thema sein. Reinhören lohnt sich:
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Lesen Sie hier die wöchentliche Kolumne von Dr. Ulrich Kater mit seiner Einschätzung zu aktuellen Themen aus der Finanzwelt:
Die US-amerikanischen Währungshüter befinden sich in einer Zwickmühle, und so war das beherrschende Thema der abgelaufenen Handelswoche die Entscheidung der US-amerikanischen Notenbank, den Leitzins der größten Währung der Welt, um weitere 25 Basispunkte auf 3,5 Prozent abzusenken. Auf der einen Seite zeigt die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten unerwartete Stärke, ausgelöst durch Investitionen in den Aufbau von Geschäftsmodellen in den neuen Technologien der künstlichen Intelligenz. Dies zusammen mit den immer noch laufenden Preisüberwälzungen der in diesem Jahr eingeführten Zölle auf Industriewaren könnte die US-Inflation anheizen. Eine solche Gefahrenlage verbietet der Zentralbank eigentlich eine Lockerung der Geldpolitik und kann im Extremfall im kommenden Jahr sogar dazu führen, dass die Zinsen wieder angehoben werden müssen. Auf der anderen Seite sendet der amerikanische Arbeitsmarkt jedoch Signale der Schwäche aus, weil die Anzahl der neu geschaffenen Jobs in den vergangenen Monaten stark gesunken ist. Das spräche für niedrigere Leitzinsen. Heraus kam ein Kompromiss: Die Leitzinsen wurden zwar gesenkt, in der Kommunikation dieser Maßnahme wiesen die Zentralbanker jedoch darauf hin, dass weitere Zinssenkungen alles andere als sicher seien.
Die Finanzmärkte reagierten positiv auf dieses Manöver: Die Anleihekurse stiegen leicht an, und auch am Aktienmarkt war die Reaktion freundlich, selbst vor dem Hintergrund einiger durchwachsener Unternehmensberichte aus dem Technologiebereich. An den Devisenmärkten schwächte sich der US-Dollar gegenüber dem Euro leicht ab. Diese positive Reaktion auf die jüngste geldpolitische Entscheidung zeigt aber auch, dass das Vertrauen der Marktteilnehmer in die US-Notenbank weiterhin intakt ist. Die Diskussion um die Nachfolge des jetzigen Notenbankchefs und eine mögliche politische Abhängigkeit der Notenbank in den Vereinigten Staaten lässt die Finanzmärkte noch ziemlich kalt.
Veröffentlicht am: 12. Dezember 2025
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